Workshop Wochenende – „Zuckerfreie Süßspeisen“ …schmeckt das wirklich? Das Juliprojekt!

Ich war Ende Juni bei einem schon langersehnten Workshop „Verführerische Süßspeisen“ ohne Zucker! Melanie und Sönke vom Vollwert-Blog haben diesen Workshop angeboten, wozu ich mich gleich angemeldet habe.

Süßigkeiten sind bei uns in der Familie momentan ein großes Thema. Der große Forscher nascht natürlich wie alle Kinder gerne. Doch wie behalte ich den Überblick über den Süßigkeitenkonsum meines Kindes. Wo setze ich Grenzen, wann darf genascht werden und wieviel? Gibt es bei uns auch Alternativen zum Süßkram und wie ist es bei mir selbst überhaupt. Esse ich viele Süßigkeiten oder muss ich als Vorbild für meine Kinder nicht auch weniger essen bzw. mich ganz einschränken?

Diese Fragen stelle ich mir im Alltag immer wieder und ich finde es schwierig einen richtigen Umgang mit dem Thema und einen Weg für uns als Familie zu finden. Obwohl ich von der Vollwerternährung überzeugt bin, möchte ich meinen Kindern keinen völligen Süßigkeitenverzicht auferlegen. Aber ihnen ein Maß für das Essen von Süßigkeiten mitzugeben, das kann ich. Sie sollen natürlich an Geburtstagen und Feiertagen ohne schlechtes Gewissen auch mal ausgelassen naschen dürfen. Aber ich möchte ihnen auch erklären, was im Körper alles passieren kann, wenn man Süßkram in Unmengen verschlingt.

Blöd bei der ganzen Sache ist nur, dass ich ein ziemlicher Schokofan bin. Ja wirklich, Gummiteile und seit der zweiten Schwangerschaft auch Chips und Co, können mir nichts anhaben, an denen kann ich eiskalt vorbeigehen. Nicht so bei Schokolade….

Da fiel mir also der Workshop von Melanie und Sönke ins Auge und ich muss sagen, es hat sich richtig gelohnt! Wir haben zwei tolle Eis am Stiel-Varianten für Kinder im Sommer gemacht, dann Mousse au chocolat und mega leckere Panna cotta. Ausprobiert haben wir dann noch Rohkosttorten und natürlich auch gebackene Kuchen und Muffins. Die Muffins ohne Zucker waren ehrlich gesagt zehnmal besser als meine Zuckermuffins. Die hatten sogar eine imitierte Puderzuckerglasur – unglaublich, oder?! Es gab noch Schokoladenkonfekt und Energiekugeln, die ich vorher schon einmal ausprobiert hatte. Und alles ohne Industriezucker!

Zu dem Thema Zucker wird noch ein eigener Artikel folgen, da es so umfangreich ist und diesen Artikel um ein fünffaches verlängern würde. Deshalb an dieser Stelle nur eine kleine Randnotiz.

Randnotiz; Der uns bekannte weiße kristalline Haushaltszucker, der hauptsächlich aus  Saccharose besteht, wird industriell über viele chemische Prozesse aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt. Er ist kein natürliches Produkt mehr, da keine Vitamine oder Mineralstoffe mehr enthalten sind, ganz im Gegensatz zum Honig. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche pro Jahr 30kg Industriezucker.

Gesundheitliche Auswirkungen von zu hohem Zuckerkonsum sind aus Sicht der Ernährungsberatung Übergewicht, Zuckersucht, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Gelenkerkrankungen, Karies und Diabetes.

Aus chemischer Sicht ist Zucker ein Disaccharid und ein Kohlenhydrat. Natürliche Kohlenhydrate findet man in der Natur in Obst (Fruktose), Gemüse, Getreide (Stärke) und in der Milch (Laktose).

Die Beerentarte auf dem Foto ist mein heißer Favorit des Workshoptages gewesen. Netterweise haben Melanie und Sönke das Rezept auf ihrem Blog verraten (Variationsreiche Beerentarte) und ich kann euch nur empfehlen sie nachzubacken. Mega lecker und das wird übrigens auch der Geburtstagskuchen für meinen Mann am Wochenende werden.

Meine FoodForschertipps zum Thema Zucker;

  • Für alle in der Familie Süßigkeiten in Maßen und leckere Alternativen anbieten wie, Obst, Nüsse, Energiebälle, Gemüsechips, Obstchips und Kuchen und Co. ohne Zucker.
  • Ausnahmen bestätigen die Regel, es darf auch mal genascht werden. Verbote bewirken meistens einen späteren Nachholbedarf und maßlosen Umgang mit Süßigkeiten.
  • Achtet beim Einkaufen auf die Zutatenlisten und Nährwerttabellen, dann habt ihr einen besseren Überblick über die Zuckermengen im jeweiligen Lebensmittel.
  • Seid nicht so streng mit euch! Ganz nach der 80-20 Regel, in 80 Prozent der Zeit versucht ihr Industriezucker zu vermeiden, aber die letzten 20 Prozent für einen gänzlichen Verzicht würden euch viel zu viel Zeit und Energie kosten.
  • Benutzt zum Süßen Honig, als Naturprodukt. Hier sind noch alle Vitalstoffe enthalten.
  • Probiert erstmal ein paar Sachen aus und verratet den Verköstigern nicht, dass alles ohne Zucker gebacken wurde, um auch die Zweifler zu überzeugen. Sonst müsst ihr am Ende noch alles alleine essen ;-).

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich wirklich überrascht war, wie gut die Süßspeisen ohne Zucker geschmeckt haben. Es ist natürlich ein ganz anderes backen, wir haben viel Honig verwendet und andere Produkte, mit denen ich vorher noch nicht in der Küche hantiert habe. Ebenfalls sinnvoll ist ein starker Mixer, der Zutaten wie Trockenfrüchte und Nüsse zerkleinern kann. Das bedeutet also erstmal eine kleine Umstellung in der Küche, beim Backen und auch beim Einkaufen. Aber es lohnt sich und ich möchte am Ball bleiben und versuchen im Alltag mehr zuckerfreie Alternativen zu integrieren. Ganz nach einem Sprichwort „Ein kleiner Anfang ist auch ein Anfang“.

Habt ihr schon mal ohne Zucker gebacken? Und wie haltet ihr es bei euch in der Familie mit dem Naschen? Bin gespannt…

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