Rote Bete bei Eisenmangel – Ammenmärchen oder wirklich so gesund?

Das Wetter ist bei uns heute katastrophal, Nieselregen und dicke grauen Wolken. Nein, dies ist nicht der Anfang der nächsten Benjamin Blümchen Folge, die mein Sohn in Dauerschleife hört, es ist wirklich so trübe. Meine Gelegenheit sich an den Laptop zu schwingen und sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen; der Roten Bete. Diesen Monat wollte ich sie mir mal genauer ansehen, da ich sie auf unserem Speiseplan gerne einbaue und auch optisch immer etwas her macht auf dem Teller. Ihr Geschmack ist nicht jedermans Sachen, aber Rote Bete soll doch so viel Eisen enthalten. Ist das wirklich so?

Also Schritt für Schritt. Die Rote Bete ist eine Rübe und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse, wobei es nicht nur die rote Sorte, sondern auch weiße und gelbe Bete gibt, die etwas süßlicher im Geschmack sind. Sie stammt aus dem Mittelmehrraum und ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt.

Der Anbau der Pflanze im Gemüsegarten ist ebenfalls leicht umzusetzen, denn Rote Bete ist eine relativ anspruchslose Pflanze in Sachen Bodenbeschaffenheit und liefert im Gegenzug sehr gute Erträge. Die Aussaat erfolgt von April bis Juni und kann dann von August bis November frisch geerntet werden. Das tolle an der Knolle ist allerdings die gute Lagerfähigkeit über den Winter, wodurch man sie bis in den April hinein genießen kann.

Ihr könnt jetzt auf dem Markt also noch Rote Bete einkaufen. Achtet dabei auf die Größe der Knollen, denn je kleiner die Knolle ist, desto zarter ist sie.

Gesundheitstechnisch hat die rote Bete uns auch einiges zu bieten. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Kalium (410mg/100g). Diesen Mineralstoff benötigt unser Körper zur Regulierung unseres Elekrolythaushalts und zur Übertragung von Impulsen innerhalb des Nervensystems und zur Muskelkontraktion.

Folsäure (80ug/100g) und Eisen (0,9mg/100g) sind ebenfalls in nennenswerten Mengen enthalten, wobei der Eisengehalt bei Möhren und Feldsalat doppelt so hoch sind. Spinat und Erbsen sind von den Gemüsesorten am eisenhaltigsten. Hier ein kleiner Überblick zu den eisenreichen Lebensmitteln.

Kritisch wird der hohe Oxalsäuregehalt der Roten Bete gesehen, da Oxalate zur Bildung von Nierensteinen führen können (Ablagerung in der Niere). Roh (250mg/100g) ist der Säuregehalt deutlich höher, als gekocht (72mg/100g).

Ein erhöhter Nitratwert kann durch die Bodenqualität verursacht werden, allerdings wirkt Nitrat sich senkend auf den Blutdruck aus, sodass meiner Meinung nach die Gefahr einer Umwandlung von Nitrat in der Roten Bete zum gesundheitsschädlichen Nitrit oder Nitrosaminen vernachlässigt werden kann. Säuglinge sollten dennoch keine Rote Bete erhalten und als Erwachsener sollte auf eine abwechslungsreiche Ernährung geachtet werden.

Das war jetzt ganz schön viel wissenswerte zur Roten Knolle. Jetzt möchte ich euch noch ein paar Rezepte verlinken, die ich total interessant finde und unbedingt noch mal ausprobieren möchte.

  • Rote Bete Tatar
  • Linsensuppe mit Roter Bete (das Rezept gibt es bis jetzt nur offline)
  • Herzhafter Rote Bete Strudel mit Feta und Walnüssen (das Rezept existiert bis dato nur in meinem Kopf)
  • Wraps mit Roter Bete

Mit Roter Bete im Wrap habe ich schon mal herumexperimentiert, allerdings ist das Ergebnis noch nicht so, wie ich es gerne auf der Zunge hätte…

Na, habt ihr auch Lust auf Rote Bete bekommen, ich hoffe mal!

Bis bald, Meike

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