Rote Beete, Bernstein und bunte Eier – #Monatsmotto März

Der Februar war für uns als Familie kein guter Monat. Wir waren von kleinen Erkältungen bis hin zu einer  anstehenden Operation für eines der Kinder unter Daueranspannung, was besonders mir viel Kraft gekostet hat. Das Schreiben blieb dabei völlig auf der Strecke, obwohl wir das Projekt -Nudeln selber machen- am letzten Wochenende gemacht haben und dabei wunderbare Bilder herausgekommen sind. So langsam normalisiert sich unser Alltag und ich finde wieder Zeit für meine Themen. Ein Beitrag zu den Fettuccine und auch zu meinen liebsten Feldsalatrezept werden also noch kommen. Versprochen! Ich weiß, ich muss mich sputen, die Saison für Feldsalat neigt sich dem Ende zu.

Das war mein gar nicht geplanter Rückblick auf den Februar, der an dieser Stelle gut tat einmal aufgeschrieben zu werden. Jetzt soll sich aber alles um den März drehen, denn ich sehne ganz ehrlich gesagt den Frühling herbei. Ich bin eigentlich keine klassische Frostbeule, aber auf Dauer sind mir diese Temperaturen von -10°C zu kalt. Das sind definitiv arktische Wetterbedingungen, die ich eigentlich versuchen wollte am Strand einzufangen. Aber das Bild was mir und meiner ebenso fotoverrückten Freundin bot, habe ich so noch nie hier an der Nordsee gesehen.

Wir wollten Eisschollen fotografieren, so wie letztes und vorletztes Jahr auch, aber als wir den Strand erreichten, war keine einzige Scholle auszumachen. Wasser natürlich auch nicht! Das Watt war komplett hart gefroren und hatte seine typische Beschaffenheit verloren. Keine Wellenmuster im weichen matschigen Wattboden zu entdecken, keinerlei Lebewesen, nur ab und an konnten wir eine tote Muschel erahnen. Was war passiert?!

Der Frost hatte das Meer bei Ebbe eigefrorenen, sodass die Eisschollen erst in einiger Entfernung auszumachen waren. Der sehr starke Ostwind fegte den Sand über den hart gefroren Boden und wir standen quasi in einem Wüstensturm. Die wenigen Leute, die sich an diesem Tag, es war übrigens der 1. März (meteorologischer Frühlingsanfang), an die Nordsee wagten, wurden von diesen Sandböen verschluckt. Ich fühlte mich wie auf einem anderen Planeten, es war ein merkwürdiges Gefühl von meiner vertrauten Umgebung. Trotz des heftigen Ostwindes haben wir uns dann ins Watt gewagt und sind zu den Eisschollen gelaufen. Das war schon eine Fototour unter extremen Bedingungen, leider waren die Eischollen dann auch nicht zu erreichen, da sich ein kleiner Priel auftat, der ohne nasse Füße nicht zu überwinden gewesen wäre. Die Fotos sind trotzdem auch ohne Eisschollen wunderbar geworden und können doch nur einen Teil der extremen Stimmung am Strand einfangen.

Jetzt bin ich selbst total abgedriftet, sorry, ich war so fasziniert. Im März hoffe ich also auf wärmere Temperaturen und das erste Grün im Garten. So wirklich viel hat sich bei uns im Garten noch nicht getan, auch Krokusse habe ich noch nicht entdeckt. Zum Thema Ernährung möchte ich die Rote Beete mal näher unter die Lupe nehmen. Wir essen sie recht häufig und ich habe vor einiger Zeit so einen spannenden Artikel zur Gesundheit der Knolle gelesen. Ich mag den erdigen Geschmack so gerne. Dann habe ich noch einen Artikel zum Bernstein schleifen geplant. Das haben wir vor einiger Zeit als Familienaktion gemacht und es hat so Spaß gemacht. Ich muss dazu sagen, ich sammle Steine und Mineralien und gehe auch gerne auf Bernsteinsuche. Bietet sich ja auch an bei uns.

Ostern steht im März ebenfalls vor der Tür und ist für uns ein wichtiges Familienfest. Selber Eier färben gehört dazu, dieses Mal wollen wir Naturfarben ausprobieren und einige Mustervariationen. Klingt nach einem ambitionierten Plan. Herrjeh, jetzt müssen alle gesund bleiben. Einen schönen Frühlingsstart!
Eure Meike

P.S. Wir haben uns die Krankheitszeit mit -Eisdeko gestalten- vertrieben.

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