Kinder

Die Glücklichen sind neugierig…

(Friedrich Nietzsche)

Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen ihre Welt um sie herum entdecken. Sie gehen meist ohne Angst oder Zweifel auf neue Dinge, Lebewesen oder Situationen zu, weil sie wissen möchten was passiert.
Unser großer Forscher findet, wie jedes Kind wahrscheinlich, Tiere supertoll. Dabei spielt es keine Rolle, ob er im Zoo eine Ziege streicheln kann oder im Garten nach Kellerasseln gräbt. Die besonders großen Exemplare werden mir dann natürlich voller Stolz direkt unter die Nase gehalten. Er findet die Kellerasseln spannend und spielt mit ihnen, schaut sie genau an und fängt dann an mich mit Fragen zu löchern. In diesem Moment beginnt das lernen, allerdings zunächst unbewusst durch die Bewegung in der Natur und in seinem Spiel.

Bei Babys kann man die natürliche Neugierde am besten beobachten. Für sie ist alles neu und aufregend, wenn sie auf die Welt kommen. Zuerst wird die Mama erforscht, dann kommen die ersten Gegenstände hinzu, bis sie später etwas mobiler werden und ihre nähere Umgebung alleine erkunden. Unser kleiner Entdecker ist mitten in seiner oralen Phase. Nichts ist vor ihm sicher, wenn er einen Gegenstand erst einmal geschnappt hat, landet es sofort in seinem Mund und wird probiert. Nach dem „Wie fühlt sich etwas an“, kommt jetzt also das „Wie schmeckt etwas“.
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft weiß man, dass schon Babys mit einem Rucksack an Kernwissen geboren werden. Sechs Monate alte Säuglinge wissen zum Beispiel, dass Gegenstände sich nur bewegen können, wenn eine äußere Kraft aufgewendet wird. Dieses Basiswissen ist der Ausgangspunkt für das weitere Lernen.

Wächst das Baby dann zu einem Kleinkind heran, versteht es das Wenn-Dann Prinzip und beginnt danach zu handeln. Im Kindergarten können Kinder dann die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung erkennen und sind sich ihres Wissens bewusst. Die Denk- und Sprachfähigkeit wird in der Grundschule weiter ausgebaut und sie entwickeln die Fähigkeit Denkprozesse zu strukturieren und zu planen.

Damit unsere Kinder mit Freude und Begeisterung lernen, müssen sie also neugierig sein. Das ist mein Anliegen in dieser Rubrik. Ich möchte euch Anregungen und kleinere Experimente vorstellen, die ihr mit euren Kindern zusammen ausprobieren könnt. Dabei wird es sich überwiegend um das Thema Ernährung und alles Drumherum drehen, allerdings nicht ausschließlich. Es wird auch Experimente zu Umwelt, Natur und allen anderen Wissenschaften geben, da möchte ich ganz frei entscheiden. Die Welt ist auch für mich (!) einfach zu spannend.

Dabei finde ich es wichtig, dass ihr die Experimente mit euren Kindern nicht nur durchführt, sondern sie gemeinsam erlebt. Lasst euch auf eure Kinder ein und versucht mit Kinderaugen die Welt zu sehen. Nehmt euch mal Zeit die Kellerassel genauer anzusehen. Wie viele Beine hat sie überhaupt und ist das ein Panzer mit Rillen auf ihrem Rücken? Was frisst sie denn und wie alt wird eine Kellerassel? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, aber ich werde es heute Nachmittag mit dem großen Forscher zusammen herausfinden. Zeit mit der Familie zu verbringen und neue Dinge zu erleben, macht definitiv glücklich und schafft positive Erinnerungen.

Zudem gibt es noch die Rubrik Forscherreisen, in der es neben kleinen spannenden Ausflügen mit Kindern auch um Reisen in ferne Länder oder in den eigenen Körper gehen soll. Lasst euch mal überraschen!

In diesem Sinne; bleibt Neugierig und nach Friedrich Nietzsche auch Glücklich!