Buchtipp „Ganz schön fairrückt – Wie ich anfing, mich für Gottes gute Welt einzusetzen“

Ich habe mir überlegt, dass ich euch auch gerne Bücher vorstellen möchte, die ich persönlich interessant, lecker, oder besonders kindgerecht finde. Der Anlass dafür war natürlich ein gutes Buch, nicht zu sagen ein sehr gutes Buch, ja ein wahrer Bücherschatz, der definitiv in die FoodForscher Schatzkiste gehört. Und ich übertreibe wirklich nicht.

Also worum geht es nun. Wie der Titel schon andeutet, dreht sich bei dem Buch alles rund um das Thema Fair Trade. Die Autorin Anja Schäfer ist in ihrem Buch mit sich selbst im ehrlichen Gespräch und versucht durch klar durchdachte und recherchierte Sachverhalte hinter die Kulissen der Globalisierung zu schauen. Warum man den Apfel im Sommer lieber doch von der Südhalbkugel kaufen sollte, anstatt beim regionalen Bauern um die Ecke, ist da nur ein Beispiel (zum Thema CO2 Fußabdruck und Kühlhauslagerung). Aber besonders die Menschen hat Anja Schäfer im Blick, bei ihrem Versuch fairer im Alltag zu sein. Die Kaffeebohnenpflücker, die Bananenpflücker und die Näherin aus Bangladesch spielen eine zentrale Rolle. Auch das Thema Fleischkonsum und die damit verbundenen Tierhaltung werden angesprochen, wobei die Überfischung der Meere für mich als Küstenkind definitiv zu kurz kommen. Wenn ihr beim Kaufen von Fisch unsicher seid, welchen ihr noch essen könnt, empfehle ich euch die App vom WWF (Android; iOS)

Beim Lesen hatte ich aber nie das Gefühl mit dem erhobenen Zeigefinger ermahnt zu werden, was ich doch bitteschön alles besser machen könnte. Nein, die Autorin versucht bei sich selbst zu bleiben und gibt Tipps, wie sie versucht ihren Alltag fairer zu gestalten und auch was ihr nicht gelingt oder enorm schwerfällt. Das ist ungemein motivierend und fördert sofort den Gedanken in einem Selbst, „Hey, das kann ich doch auch mal ausprobieren“. Spannend finde ich die Ansätze wie Gott eigentlich zu den einzelnen Themen denkt und wie Bibelstellen auch ganz anderes interpretiert werden können zum Thema Fair Trade. Falls du mit Gott nichts am Hut hast, kannst du diese Abschnitte aber auch super überspringen und die nur für dich relevanten Inhalte lesen.

Zudem finde ich das Buch nicht zu knapp und nicht zu lang gefasst. Mit 135 Seiten konnte ich es relativ schnell lesen, naja ehrlich gesagt habe ich es an drei Abenden verschlungen. Es hat schöne, witzige Illustrationen zu den einzelnen Themen, die alle in schwarz-weiß gehalten sind. Es ist einfach ein in sich „rundes“ Buch.

Das einzige Manko des Buches ist, das es schon vergriffen ist in der ersten Auflage. Über den SCM Verlag gibt es eine E-Book Version zu kaufen, aber ich bin der haptische Büchertyp. Ich hoffe, dass es eine weitere Auflage geben wird, da ich selbst das Buch von meiner Freundin geliehen habe. Sie hat das Schätzchen entdeckt und mir empfohlen. Herzlichen Dank dafür!!

Lest unbedingt mal rein, entweder in der Onlinevariante oder vielleicht in eurer Bibliothek.

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